Blaubeeren erfreuen sich als Superfood aufgrund ihrer Nährstoffe großer Beliebtheit. Doch ist das Grund genug, jeden Tag Blaubeeren zu essen? Expert*innen haben sich mit den Auswirkungen von Blaubeeren auf die Gesundheit auseinandergesetzt. Ein übermäßiger Verzehr kann nämlich auch ungeahnte Nachteile mit sich bringen.
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Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (DLE) wurden im Wirtschaftsjahr 2023/2024 fast 70.000 Tonnen Heidelbeeren, umgerechnet 800 Gramm pro Kopf, verzehrt. Aber gibt es einen Unterschied zwischen Heidelbeeren und Blaubeeren? Nein – die Beeren werden je nach Region nur unterschiedlich benannt.
Man unterscheidet allerdings zwischen:
Kulturblaubeeren bestehen zu über 80 Prozent aus Wasser und gelten mit nur 42 Kilokalorien pro 100 Gramm als kalorienarmes Lebensmittel. 100 Gramm Blaubeeren enthalten außerdem:
Wer jeden Tag Blaubeeren isst, kann von vielen gesundheitlichen Vorteilen profitieren, riskiert aber auch einige Nachteile. Hierzu eine kleine Übersicht.
Laut Studien gibt es mehrere Hinweise darauf, dass Blaubeeren:
Der regelmäßige Verzehr von Blaubeeren hat laut Utopia in vielerlei Hinsicht positive Effekte auf die Gesundheit. Eine Zusammenfassung des wissenschaftlichen Forschungsstands über Blaubeeren aus dem Jahr 2024 ergab, dass sich Blaubeeren positiv auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit, Diabetes, die Hirngesundheit, die Darmgesundheit und die Regeneration nach dem Training auswirken.
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Es gibt allerdings auch einige Gründe, die dagegen sprechen, jeden Tag Blaubeeren zu essen. So zählen konventionell angebaute Blaubeeren zu den Früchten mit den höchsten Pestizidrückständen. So hat das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bei 68 Prozent der untersuchten Proben (sowohl bei deutschen als auch bei importierten Blaubeeren) Rückstände von Pflanzenschutzmitteln festgestellt.
Aufgrund von Transportwegen und hohem Wasserbedarf haben importierte Blaubeeren zudem eine äußerst schlechte Klimabilanz. Bei Wildblaubeeren besteht das geringe, aber nicht unmögliche Risiko einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm. Wer sich ganz sicher sein will, sollte die Beeren vor dem Verzehr oder der Verarbeitung zunächst auf 60 Grad erhitzen.
Wie so oft gilt auch bei Blaubeeren: Es kommt auf die Menge an. Mit 75 bis 100 Gramm Blaubeeren pro Tag kann man laut Expert*innen nichts falsch machen, das entspricht ungefähr drei Händen voll Beeren. Wer zu viele Blaubeeren auf einmal isst, riskiert Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall oder einen verfärbten Stuhlgang.
Blaubeeren sind allgemein sehr verträglich und eignen sich hervorragend als Topping für das morgendliche Müsli oder Porridge. In zwei Fällen solltest du allerdings gänzlich auf den Verzehr von Blaubeeren verzichten:
Unter dem Strich spricht – abgesehen von Unverträglichkeiten – nichts dagegen, jeden Tag Blaubeeren zu essen. Dein Körper kann von vielerlei positiven Effekten profitieren, wenn du es mit dem Konsum nicht übertreibst. Achte aber nach Möglichkeit darauf, regionale Blaubeeren in Bio-Qualität zu kaufen – hier ist die Pestizidbelastung am geringsten.
Tipp: Von Juni bis September gibt es regionale Blaubeeren – teilweise sogar zum Selbstpflücken.
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2026-06-17T12:41:41Z