BEULENPEST DURCH MINI-ÜBERTRäGER: WELCHE SYMPTOME SIE ERNST NEHMEN SOLLTEN

Nicht ausgestorben

Beulenpest durch Mini-Überträger: Welche Symptome Sie ernst nehmen sollten

In den USA hat sich eine Person mit Beulenpest angesteckt. Wie groß die Gefahr ist, sich in Deutschland zu infizieren und warum schnelles Handeln so wichtig ist.

In den USA, genauer gesagt im Bundesstaat Colorado, hat sich kürzlich eine Person mit der Beulenpest infiziert. Dies hat die Gesundheitsbehörden alarmiert und zu Warnungen an die Bevölkerung geführt. Denn die Krankheit, die im 14. Jahrhundert auch als „schwarzer Tod“ bekannt war und damals bis zu 50 Millionen Menschen dahingerafft hat, ist nicht ausgerottet. In Ermangelung an wirkungsvoller Medizin hat die Pest im Mittelalter weite Teile Europas entvölkert. Heute gibt es zwar eine Therapie, aber diese muss frühzeitig gegeben werden, damit die Patienten überleben.

Beulenpest wird durch infizierte Flöhe übertragen

Die Beulenpest ist eine hochansteckende, bakterielle Infektionskrankheit, die durch Flöhe übertragen wird. Flöhe, die sich vor allem auf Ratten stürzen, können das Bakterium Yersinia pestis auf den Menschen übertragen, wenn sie ihn beißen. Dies stellt den häufigsten Übertragungsweg von Beulenpest dar. Wie das österreichische Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz weiter informiert, können aber auch andere Nagetiere wie etwa Mäuse oder Hasen das Pestbakterium übertragen.

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Symptome der Beulenpest:

Diagnose Pest: Antibiotika muss sofort gegeben werden

Wie das Bundesministerium für Gesundheit informiert, kann die Beulenpest zum Tod führen, wenn sie nicht innerhalb von 24 Stunden nach Symptombeginn behandelt wird. Dies passiere ungefähr bei der Hälfte aller infizierten Menschen. Wird die Krankheit mit Antibiotika behandelt, überleben rund 90 Prozent, heißt es weiter.

Die einzige Möglichkeit, sich vor der Krankheit zu schützen, sind folgende Verhaltensregeln:

  • Kontakt mit Nagetieren und Flöhen vermeiden: Tote Nagetiere nicht anfassen, Haustiere vor Flöhen schützen.
  • Insektenschutzmittel verwenden: In Gegenden mit Beulenpest-Risiko Haut und Kleidung mit sogenannten Repellentien schützen.
  • Hygienemaßnahmen beachten: Gründliches Händewaschen nach dem Kontakt mit Tieren.

In Deutschland ist das Risiko einer Infektion mit dem Pestbakterium zwar nicht ausgeschlossen, aber das Robert Koch-Institut als Leitforschungseinrichtung der deutschen Bundesregierung gibt Entwarnung und schreibt: „Pest kommt in Deutschland nicht vor. Das Risiko der Einreise eines mit Pest Infizierten nach Deutschland ist gering“.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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